Napflixen statt Bewegung

Nov 16
mann schläft auf couch

Wir sind faul. Falls du es nicht bist, dann kannst du diesen Beitrag gern überspringen. Allen anderen sei gesagt: Wir sind faul. Wisst ihr was? Wir müssen uns viel mehr bewegen und etwas für unser Gehirn machen. Wir haben nicht nur 30-40 weitere Berufsjahre vor uns, wir haben zusätzlich auch noch ca. 20-30 Jahre Rentenzeit vor uns. Möglichst gesund. Also hoffentlich. Versteht sich. Und wir können überall lesen, was wir brauchen, um gesund altern zu können. Wir müssen uns bewegen. Wir müssen uns gut ernähren. Wir müssen unsere grauen Zellen fördern.

Stephen R. Covey schreibt in seinem Buch  „Die 7 Wege zur Effektivität„, dass wir nur wirklich gut „funktionieren“, wenn wir uns um uns kümmern. Er beschreibt die anzustrebende Balance zwischen P, der Produktion und PK, der Produktionskapazität. Die Produktion einer Sache ist demnach immer nur so effektiv wie auch der produzierende Faktor (die Produktionskapazität). Wenn ich also mein Auto (produzierender Faktor mit Produktionskapazität PK) gern möglichst lange fahren möchte, dann nützt es nichts, wenn ich einfach nur so viele Kilometer wie möglich fahre (Produktion P) und noch mehr und noch mehr und noch mehr. An irgendeinem Punkt meiner Fahrt, wird mir das Auto einen Vogel zeigen, wenn es denn könnte und den Geist aufgeben. Wenn ich aber mein Auto regelmäßig warten lasse, die Karosserie pflege und mich „kümmere“, dann wird mich mein Auto viele Kilometer weiter fahren lassen.

Das können wir natürlich auch auf uns Menschen beziehen. Wenn ich gesund altern möchte, dann muss ich mich pflegen. Meine Produktion an Lebensjahren kann ich nur maximieren, wenn ich die Produktionskapazität erhöhe. Und diese wiederum lässt sich erhöhen, in dem ich z.B. auf meinen Körper achte, mich nicht unnötig mit Alkohol zuschütte oder nicht 15 Stunden am Tag vollgepumpt mit Stress meiner Arbeit nachgehe.

Oder nehmen wir das Buch von Gerald Hüther: „Raus aus der Demenzfalle„. Er sagt:

Die Aufbauprozesse im Hirn funktionieren nur dann, wenn es einem richtig gut geht.

Diese Aufbauprozesse im Hirn benötigen wir nämlich, um unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Doch, wenn es uns nicht gut geht, wir stets gestresst sind, verlernen uns weiter zu bilden, wir unserem Gehirn kein neues Futter geben und wir uns eventuell sogar nutzlos fühlen, dann kann ein gelingendes Altern nicht wirklich möglich sein und dann steigt das Risiko für eine Demenzerkrankung.

Naja, das sagen uns die Experten, wir lesen es, wir hören es und was machen wir?

Wir napflixen, wir bestellen Pizza auf die Couch, wir sitzen mindestens 8 Stunden täglich am Schreibtisch, wir hetzen 10 Stunden durch Flure unserer Krankenhäuser und Pflegeheime, wir fordern die Auflösung des 8-Stunden-Tages, wir sind stets und ständig online und verwischen das Berufliche mit unserer Freizeit „Ach, die Mail kann beantworte ich schnell noch.“. Dabei war doch die Freizeit mal dafür da, um uns zu regenerieren. Nagut, nicht uns, sondern unsere Arbeitskraft. Wie auch immer. Was ich sagen möchte, ist: Bewegt euch!

Unser Leben ist noch verdammt lang und das sollten wir irgendwie gesund überstehen! Also mehr Achtsamkeit, weniger negativer Stress, kürzere Arbeitszeiten, mehr Wissen, mehr Automatisierung (Oder lieber nicht, denn die ist ja sooo böse.), gesünderes Essen und mehr Leichtigkeit. Jetzt lächel doch wenigstens mal ein bisschen! Ist nämlich auch gesund.

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